IMRT und RAPIDARC

Die IMRT (intensitätsmodulierte Radiotherapie) stellt eine Weiterentwicklung der 3D-konformierenden Radiotherapie dar: Zusätzlich zur Einstrahlrichtung und Form kann die Intensität der Strahlen optimiert (= moduliert) werden. Dies erfordert neben der komplexen technischen Realisierung auch eine aufwändige Bestrahlungsplanung: Der Medizin-Physiker errechnet mit Hilfe einer komplexen Planungs-Software gemäss den Angaben des Arztes über die Zieldosis im Tumorbereich und Toleranzdosis am Normalgewebe die optimale Intensitätsmodulation der einzelnen Strahlen. Dies ermöglicht eine weitere Verbesserung der Schutzes normaler Gewebe und Organe. Zudem erlaubt es diese Technik auch, die Strahlendosis im Tumor zu erhöhen, um eine bessere Heilungschance zu erreichen. Bei der volumetrischen Bogenbestrahlung (RapidArc) wird ein intensitätsmodulierter Strahl während der Rotation des Bestrahlungsarms abgegeben. Damit kann die Bestrahlungszeit wesentlich verkürzt werden.

Dosisverteilung eines IMRT-Bestrahlungsplanes bei Prostatakarzinom, resultierend aus der Überlagerung von fünf intensitätsmodulierten Bestrahlungsfeldern.
IMRT-Pläne zur Bestrahlung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich (Planungs-Zielvolumen rot): Schonung der Speicheldrüsen (blau) trotz großvolumiger Bestrahlung des Pharynx und des zervikalen Lymphabflusses